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Fahrten
auf dem Rhein
Das erste Mal befuhr ich den Rhein mit Wolfgang,
dem Wingolfiten, im Jahre 1963. Ich hatte im Juni bei der AEG gekündigt, um im
August im Bundesministerium für Wirtschaft meine Tätigkeit als
"wissenschaftlicher Hilfsarbeiter" aufzunehmen. So hatte ich zwei Monate Zeit,
um mich auf "Große Fahrt" zu begeben. Deren letzte Etappe führte von Mainz nach
Bonn, meinem zukünftigen Arbeitsort. Unser Boot - noch aus der Vorkriegszeit
stammend -, war nach fast zwei Monaten Fahrt so ramponiert, dass wir beschlossen:
es im Rhein zu versenken, um dann mit dem "Wertsack" und dem "Trockensack" an
Land zu schwimmen. Als geeignete Stelle für unser "Scapa Flow" erschien uns das
Binger Loch, von dem ein Reisender im Jahre 1822 berichtete: ,,Diese
pfeilschnelle Eile, womit bald nach der Abfahrt angesichts der am Felsenriff
schauerlich schwebenden düsteren Burgruine Ehrenfels, die Strömungen des
Strudels unsere Barke packten und mit Sturmgewalt fortschleuderten; dieses Wogen
und betäubende Brausen des Wellenwirbels, dieses plötzliche heftige Schwanken
der Barke und nun der Blick auf die aus dem Strudel jäh aufsteigende schroffe,
nackte Felswand, an derem zerbröckelten Fuß so wie an dem des schauerlich
einsamen, einer Geisterburg gleichenden Hatto-Thurms, die Brandung des
Wellengetümmels schäumend zerschellt."
Zigarettenrauchend ließen wir uns quer zur
Flussrichtung treiben, um unser Wrack - wir mussten es am Ende etwa jede Stunde
an Land ziehen, um das eingedrungene Wasser über Bord zu kippen -, auf
ehrenvolle Weise zu „entsorgen“. Weil wir wieder einmal keinen aktuellen Führer
hatten, wussten wir nicht, dass die "Sieben Jungfern", die ,,Hungersteine", die
„Mühlsteinfelsen“ und die „Lochsteine“ etc durch Sprengung inzwischen weitgehend
unschädlich gemacht worden waren, so dass wir ohne zu kentern die Loreley
erreichten. Unterhalb dieses Felsens vertäuten wir unser Boot und stiegen in der Diretissima empor. was wegen der vielen Brombeerbüsche recht mühselig war.
Wegen des dichten Nebels auf der Höhe von
Mäuseturm und Ruine Ehrenfels wären wir beinahe von einem Frachtkahn gerammt
worden, so dass, wenn auch anders als geplant, unser Boot fast doch noch
versenkt worden wäre. Später erfuhr ich von einem "Wasserschupo", dass
Sportboote bei Nebel nicht auf dem Rhein fahren dürfen. Wahrscheinlich war der
am Bug hoch über uns rumbrüllende und plötzlich aus dem Nebel auftauchende
Schiffer deswegen so böse. Er hatte uns wohl im Radar geortet, denn er tutete
schon eine ganze Weile mit seinem Nebelhorn. Sein Zorn wurde vielleicht noch
dadurch erhöht, dass wir unsererseits fleißig in ein mitgeführtes Jagdhorn
stießen.
Der Nebel hatte zur Folge, dass wir am Niederwalddenkmal vorbeifuhren,
ohne es zu besichtigen, weil wir die "Germania" (in Wirklichkeit eine gewisse
Clara, Tochter des Bildhauers) nicht sahen. Ich holte das Versäumte 37 Jahre
später en famille nach. Den Kindern erklärte ich, dass der Reiter in der Mitte
des Sockelreliefs Kaiser Wilhelm I. sei, rechts im Bild Bismarck und Moltke
stünden und es sich bei dem danebenstehenden Fahnenträger um den Kanonier
August Kutschke aus Breslau handele. Als daraufhin der damals achtjährige lngo
ausrief, und zwar so laut, dass die Umstehenden es hören konnten: "Der Führer
hatte aber viele Soldaten !", nahm ich Abstand davon, der insoweit leidgeprüften
Familie neben der "Wacht am Rhein" das einst sehr beliebte Kutschkelied
vorzusingen, das mit den Zeilen beginnt: "Was kriecht denn dort im Busch herum,
ich glaub, es ist Napolium"
Im übrigen fragte ich mich alsbald, warum - so ein
neuzeitlicher Reiseführer-, ein Kanonier eine Fahne getragen haben sollte und
schaute in meinem ,,Mayer" von 1892 nach. Dort las ich, dass besagter Kutschke
mitnichten Kanonier, sondern Füsilier, und zwar in der 4. Kompanie des 6.
Grenadierregiments aus Posen gewesen sei und angeblich das Lied nach dem
Sturmangriff auf die einst Freie Reichsstadt Weißenburg am 4. August 1870
gedichtet habe. Auch sei sein wahrer Name nicht August Kutschke, sondern
Gotthelf Hoffmann. Misstrauisch geworden, schlug ich die 27. Auflage meines "Büchmann"
auf und erfuhr, dass ein gewisser Georg Mitscher, s.Z. Oberleutnant d.R., in der
7. Kompanie des Hohenzollernschen Füsilierregiments Nr. 40 den o.g. Zweizeiler
bereits am 2. August 1870, und zwar bei der Verteidigung des Exerzierplatzes
Saarbrücken gegen eine ungeheure französische Übermacht gesungen habe, dass o.g.
„Napolium“ (allerdings der III.) tatsächlich dem Gefecht beiwohnte und dass -
vielleicht deswegen - Mitschers Kameraden begeistert in den Gesang eingefallen
seien. Oberleutnant Mitscher wiederum habe den aus den Befreiungskriegen
stammenden Zweizeiler im Jahre 1859 als Einjährig Freiwilliger beim 4.
Jägerbataillon aufgeschnappt. Ein Kriegsberichterstatter habe den Vers dann am
13. August publik gemacht, der daraufhin in der Kreuzzeitung vom 14. August
erschien. Dort las ihn der Feldprediger und spätere Präpositus zu Basedow in
Mecklenburg Hermann Pistorius und machte daraus das am 22. August im Mecklenburger
Anzeiger veröffentlichte und alsbald sehr populäre Lied. Auch eine
Gerichtsverhandlung brachte kein Licht in das Dunkel. Vielleicht wollte man
diese s.Z. Deutschland bewegende Frage so genau auch gar nicht klären, daKutschke inzwischen in Bronze gegossen seine Fahne über Vater Rhein flattern
ließ und man das Relief schlecht hätte umschmelzen können. Im übrigen klingt
"Kanonier Kutschke" wesentlich heroischer und damit preußischer als ,,Präpositus
Pistorius" ! Schon die alten Römer wussten: mundus vult decipi ergo decipiatur
Die Welt will betrogen sein, darum werde sie betrogen !
Auf einer Insel, wohl der Urmitzer Werth, bezogen
wir unser Nachtquartier und machten dann einen Kassensturz. Dabei ergab sich,
dass wir gerade noch genügend Geld hatten für ein Telefongespräch nach Detmold;
dort wohnte Wolfgangs Mutter. Um in Bonn nicht als mittellose Schiffbrüchige
dazustehen, wollte Wolfgang sie bitten, etwas Geld an den Bonner Wingolf zu
schicken. Die nächste Kneipe befand sich, wie wir gesehen hatten, ein bis zwei
Kilometer flussaufwärts, war also mit dem Boot nicht zu erreichen. Also musste
Wolfgang an Land schwimmen - mit einem "Trockensack" um den Hals und einem
Messer um den Bauch, für den Fall, dass der Sack durch die Strömung ihm die
Kehle zuschnüren würde. Derweil zündete ich an der Spitze des Eilandes eine
Kerze an, um meinem Verbindungsbruder die Orientierung zu erleichtern. Die
Strömung trieb ihn jedoch an meinem "Leuchtturm" vorbei. Zum Glück war die Insel
so lang, dass er es schaffte, an deren Ende zu landen.
Der Bonner Wingolf befand
sich dicht am Rhein, so dass die Wahrscheinlichkeit gering war, dass mich einer
meiner zukünftigen Kollegen erkennen würde oder später wiedererkennen würde, als
wir unsere triefenden Säcke dorthin schleppten.
Wahrscheinlich hatte bislang noch kein
Bediensteter der Bundesregierung seinen Arbeitsplatz auf diese Weise erreicht.
1967: Der Vorderrhein und der Hinterrhein
vereinigen sich bei Chur in Graubünden zum Oberrhein. Ihn befuhren Renate und
ich, und zwar von Chur bis Schaffhausen im Sommer 1967. Wieder einmal waren wir
die Einzigen auf dem reißenden Fluss. Wohl, weil zu jener Zeit kaum jemand diese
Strecke befuhr, gewannen die Einheimischen Kies, indem sie zwei Stahlseile über
den Fluss spannten und mit Hilfe von zwei Traktoren (an jedem Ufer einer) mit
einem Schrapper den Kies aus dem Fluss holten. Um uns zu warnen, bewegte am
zweiten Tag ein Mann die Hand als ob er sich die Kehle durchschnitte. Was er
schrie, konnten wir wegen der lauten Strömung nicht verstehen.. Zum Glück sah
Renate gerade noch rechtzeitig das dünne Stahlseil, so dass wir unsere Köpfe
einziehen konnten. Fortan hielten wir eifrig Ausschau nach derartigen
,,Halsabschneidern", zumal uns einen Tag später ein Baggermann genussvoll
erläuterte, was geschieht, wenn das am Flussboden durchhängende Stahlseil
angezogen wird und sich mit dem schon gespannten Seil vereint, falls sich
dazwischen ein Faltboot befindet.
Am Abend brannten Feuer auf vielen Höhen rechts
und links des Rheins. Die Schweizer feierten die Wiederkehr des Tages, an dem
die „Eidgenossen“ von Uri, Schwyz und Unterwaiden ihren Schwur leisteten.
Allerdings soll es an diesem Tage, dem 1. August, meist regnen.
Am nächsten Tage fuhren wir durch Liechtenstein,
dem kleinsten deutschen oder - "politisch korrekt" - deutschsprachigen Staat.
Als wir den Bodensee erreichten, zelteten wir auf
einer Landzunge, namens Rohrspitz. Alsbald kam Sturm auf. Ein Segelschiff
rauschte in das unser Lager umgebende Schilf; bemannt mit einem etwa sieben
Jahre alten Jungen. Sein Vater war im Sturm bei einer Halse über Bord gefallen.
Er hatte, wie uns sein Sohn erklärte, im Krieg ein Bein verloren, sodass ihm
geholfen werden musste. Wir schickten ihn zum nächsten Bootshaus. Ich schwamm
hinaus. Zum Glück war ein Motorboot vor mir bei dem Havaristen. Er war ziemlich
schwer und hätte mir gefährlich werden können.
Auf der Halbinsel Mainau mussten wir auf einem
öffentlichen Zeltplatz übernachten, da es weit und breit keine freie Natur gab.
Nach mehreren Tagen Einsamkeit empfanden wir den dicht belegten Zeltplatz als
sehr unangenehm.
Zum Glück fanden wir zwischen Konstanz und
Schaffhausen am vorletzten Tag unserer Fahrt eine stille Bucht. Nachts hörte
Renate ein patschendes Geräusch. Uns deuchte, ein Mensch würde durch die flache
Bucht waten. Ich griff zum Beil und suchte im Adamskostüm die Bucht ab. Der Mond
schien, so dass man recht gut sehen konnte. Der ungebetene Gast war
verschwunden. Dieser Spuk wiederholte sich noch einige Male. Dann dämmerte uns,
dass das Geräusch nicht von Menschenfüßen, sondern von Fischflossen herrührte.
Wir sahen im Mondschein, wie Fische sich jagten und dabei im sehr flachen Wasser
mit der Schwanzflosse auf das Wasser schlugen, um vorwärts zu kommen.
Wahrscheinlich "feierten sie Hochzeit".
1983 befuhren Wulf, Ingo und ich den Altrhein am
Kühkopf. Außer Sokrates waren noch zwei Klassenkameraden mit von der
"Seepartie". Eines der vier Boote führte - wie auf dem nachstehenden Foto
ersichtlich -, einen Schlafsack mit sich, der auffällig in einer Rot-Kreuz-Tüte
verpackt, aber nicht vertäut war, so dass wir ihn verloren. Er trieb auf dem
Rhein und wurde dort vom DLRG entdeckt. Fatalerweise waren die Adresse und
Telefonnummer angegeben, so dass die Eltern des Klassenkameraden benachrichtigt
wurden. So kam es, dass bei unserer Rückkehr am nächsten Tag der besorgte Vater
uns auf der Schwelle unseres Hauses erwartete.
Im Sommer 2001 fuhren Wulf und Ingo mit mir auf
dem Hochrhein von Schaffhausen nach Stein, 40 Kilometer vor Basel gelegen. Als
wir die Boote aufbauten, überraschte uns ein gewaltiges Gewitter, was die
ohnehin gering entwickelte Begeisterungsfähigkeit Ingos für das Faltbootfahren
erheblich beeinträchtigte. Zum Glück hatten die Schweizer an allen Schleusen
vorbildliche Umtrage - oder Umfahrmöglichkeiten geschaffen, so dass uns die
zahlreichen Staustufen keine Mühsal bereiteten.
Uns fiel auf, dass auf der schweizer Seite des
Rheins überall Fahnen wehten, meist die Kantonsfahne und die schweizer Fahne.
Wenn auf deutscher Seite -sehr selten-, eine Fahne wehte, war es in mehreren
Fällen das Sternenbanner, die Fahne der „Südstaaten“ oder der Firma Ferrari.
Am
zweiten Tag kenterten wir nach einer Staustufe - vermutlich dem Kraftwerk Rheinau -, beim Einsetzen. Ich hatte nicht achtgegeben. Dieses Missgeschick
führte zu dem Entschluss, in Stein gegenüber Säckingen die Fahrt zu beenden.
Am Ostersonntag 2002 fuhren Wulf und ich vom
Schiersteiner Hafen nach Rüdesheim. Es war sehr früh im Jahr, so dass wir wie
meist keine anderen Sportboote sahen.
Unserer Lände gegenüber erhob sich der Rochusberg,
von dem Bettina von Arnim sagte, dass er ihr der liebste Platz im Rheingau sei.
Der Gipfel wird gekrönt von der Rochuskapelle, in der sich ein von Goethe
gestiftetes Bild befindet, welches ihn als den Heiligen Rochus darstellt!
Am
ersten Sonntag nach dem 15. August wird alljährlich das Rochusfest gefeiert.
Höhepunkt der Beschreibung des Rochusfestes von 1814 durch Goethe ist dessen
nachfolgende Wiedergabe der angeblichen Fastenpredigt eines ungenannten
Weihbischofs : "Ihr überzeugt Euch also hieraus, andächtige, ja zu Reu' und Buße
schon begnadigte Zuhörer, dass derjenige die größte Sünde begehe, welcher die
herrlichen Gaben Gottes solcherweise mißbraucht. Der Mißbrauch aber schließt den
Gebrauch nicht aus. Stehet doch geschrieben: Der Wein erfreuet des Menschen
Herz! Daraus erhellet, dass wir, uns und andere erfreuen, des Weines gar wohl
genießen können und sollen. Nun ist unter meinen männlichen Zuhörern vielleicht
keiner, der nicht zwei Maß Wein zu sich nähme, ohne deshalb gerade einige
Verwirrung seiner Sinne zu spüren, wer jedoch, bei dem dritten und vierten Maß
schon so arg in Vergessenheit seiner selbst gerät, dass er Frau und Kinder
verkennt, sie mit Schelten, Schlägen und Fußtritten verletzt und seine
Geliebtesten als die ärgsten Feinde behandelt, der gehe sogleich in sich und
unterlasse ein solches Übermaß, welches ihn missfällig und Gott und den
Menschen, und auch seinesgleichen verächtlich macht. Wer aber bei dem Genuss von
vier Maß, ja von fünfen und sechsen noch dergestalt bei sich selber gleich
bleibt, dass er seinem Nebenchristen liebevoll unter die Arme greifen kann, dem
Hauswesen vorstehen kann, ja die Befehle geistlicher und weltliche Obern
auszurichten sich imstande fühlt: auch der genieße sein bescheiden Teil und
nehme es mit Dank dahin! Er hüte sich aber, ohne besondere Prüfung weiter zu
gehen, weil hier gewöhnlich dem schwachen Menschen ein Ziel gesetzt ward. Denn
der Fall ist äußerst selten, dass der grundgütige Gott, jemanden die besondere
Gabe verleiht, acht Maß trinken zu dürfen, wie er mich, seinen Knecht gewürdigt
hat. Da mir nun aber nicht nachgesagt werden kann, dass ich in ungerechtem Zorn
auf irgend jemand losgefahren sei, dass ich Hausgenossen und Anverwandte
misskannt, oder, gar die mir obliegenden geistlichen Pflichten und Geschäfte
verabsäumt hätte, vielmehr ihr alle mir das Zeugnis geben werdet, wie ich immer
bereit bin, zu Lob und Ehre Gottes, auch zu Nutz und Vorteil meines Nächsten
mich tätig finden zu lassen: so darf ich wohl mit gutem Gewissen und mit Dank
dieser anvertrauten Gabe mich auch fernerhin erfreuen. Und ihr, meine
andächtigen Zuhörer, nehme ein jeder, damit er nach dem Willen des Gebers am
Leibe erquickt, am Geiste erfreut werde, sein bescheiden Teil dahin ! Und auf
dass ein solches geschehe, alles Übermaß dagegen verbannt sei, handelt sämtlich
nach der Vorschrift des heiligen Apostels, welcher spricht: Prüfet alles und das
Beste behaltet !"
Bald sahen wir auf Backbord die über Bacharach
gelegene und - wie üblich - von den Franzosen unter Mélac zerstörte Burg
Stahleck. In der dortigen Jugendherberge übernachtete ich 1952 zum ersten Mal
seit Beginn meiner "Tramptour" von Berlin nach Rom in einem Bett, und zwar zum
Preis von 60 Pfennigen. Da mein Tagesetat bei einer Mark lag, konnte ich mir
ansonsten keine Übernachtung in Jugendherbergen leisten. Für die Fahrt von
Berlin nach Westdeutschland musste ich im übrigen den so genannten ,,Interzonenpaß"
beantragen.
Victor Hugo schrieb 1839 : "Wenn die Sonne eine Wolke verscheucht,
um durch eine Himmelsluke zu lächeln, gibt es nichts Bezaubernderes als
Bacharach."
Ein Gelehrter am Hofe Friedrich II. von Hohenstaufen leitete den
Namen der Stadt von ,,Bacchi ara" - dem Altar des Bacchus -, ab.
Der alte
„Meyer“ schreibt in diesem Zusammenhang, dass bei sehr niedrigem Wasserstand
(z.B. 1857 und 1865) ein großer viereckiger Stein sichtbar werde, der zur
Römerzeit eine dem Bacchus geweihte Opferstätte gewesen sein soll.
Das
bemerkenswerteste Gebäude Bacharachs ist die Wernerkapelle aus Wasgauer
Sandstein. Der 1293 begonnene Bau wurde nie vollendet. Dieses zu den feinsten
Werken der Gotik zählende Bauwerk verdankt seine Entstehung der Legende eines
angeblich von Juden im Jahre 1287 in Oberwesel ermordeten Knaben namens Werner.
Der Strom soll seine Leiche in Bacharach an Land geschwemmt haben. Da Oberwesel
unterhalb von Bacharach liegt, müsste der Leichnam flussaufwärts geschwommen
sein!
Heinrich Heine hat aus der Legende eine Novelle
mit dem Titel "Der Rabbi von Bacharach" gemacht: Am Passahfest der jüdischen
Gemeinschaft in Bacharach nahmen zwei Fremde teil . Der Rabbi bemerkte, wie
einer der Fremden aus seinem Umhang ein totes Kind zur Erde gleiten ließ und es
unter den Tisch schob. Dem Rabbi wurde klar, dass ein „Ritualmord“ vorgetäuscht
werden sollte, um die Juden Bacharachs unter diesem Vorwand abzuschlachten.
Unverzüglich begab er sich mit seiner Tochter zum Rhein und ließ sich von einem
Getreuen in einem Kahn nach Frankfurt am Main rudern.
Vermutlich hat Heine nie versucht, einen mit drei
Personen besetzten Kahn rheinaufwärts zu rudern!
Am Pfingstsonntag 2003 setzten Wulf, Ingo, Laura
und ich die Fahrt fort, die Wulf und mich im vorangegangenen Jahr bis Rüdesheim
geführt hatte. Zum ersten Mal in meinem Leben stachen drei Generationen in See.
Bemerkenswert erschien uns, dass Laura keine Angst zeigte, obwohl wegen der
Feiertage und wegen des schönen Wetters so viele Schiffe unterwegs waren, wie
ich es zuvor noch nie erlebt hatte.
Es hatte lange nicht geregnet, so dass zwischen
Burg Rheinstein und Burg Reichenstein eine Kiesbank sichtbar geworden war, die
meines Wissens noch keinen Namen hat. Wir nannten sie Laura-Insel. (Später
erfuhr ich, dass die Kiesbank doch einen Namen hat; sie heißt Clemensgrund.)
Wegen des niedrigen Wasserstandes bestand die
Gefahr, mit einem der zahlreichen Felsen, insbesondere im Binger Loch, zu
kollidieren. Da Laura keine Schwimmweste, sondern nur Schwimmflügel hatte, hätte
das gefährlich werden können. Die Felsen rühren zum Teil von einer
außerordentlich harten Quarzitader her, die wenige Meter unterhalb des
Mäuseturms den Fluss durchzieht. Während vieler Jahrhunderte versperrte dieses
Riff den Rhein, so dass die Güter, die die Schiffe beförderten, ausgeladen und
unter- oder oberhalb des Riffs auf andere Schiffe verladen werden mussten. Nur
in der Talfahrt konnte das Riff bei hohem Wasserstand unter großer Gefahr
überwunden werden.
Neben den Römern versuchten Karl der Große, die
Rheingrafen und die Erzbischöfe von Mainz ohne Erfolg/eine Breche in das Riff zu
schlagen. Erst nach Erfindung des Schießpulvers gelang es Holländern, eine vier
Meter breite Breche in den Fels zu sprengen. Es entstand das "Binger Loch"!
Unter preußischer Verwaltung wurde das Loch 1832 auf 23 Meter und 1893 auf 30
Meter Breite erweitert.
Auf einem Denkmal an der B 9 steht: "An dieser
Stelle des Rheins verengte ein Felsenriff die Durchfahrt. Vielen Schiffen ward
es verderblich. Unter der Regierung FRIEDRICH WILHELMS III., Königs von Preußen,
ist die Durchfahrt nach dreijähriger Arbeit auf 210 Fuß ,das Zehnfache des
früheren, verbreitert. Auf gesprengtem Gestein ist dieses Denkmal errichtet.
1832"
Über Burg Reichenstein gibt es im übrigen eine
hübsche Geschichte. Se non e vero, e ben trovato : Im 19.Jahrhundert war Burg
Reichenstein eine Ruine. Als solche hat sie Victor Hugo kennengelernt. Er
schreibt: "Als ich so fortschritt, fiel mein Auge auf die Ecke eines Grabsteins,
welcher aus dem Schutt hervorsah. Eifrigst beugte ich mich nieder. Mit Händen
und Füßen beseitigte ich den Schutt und in wenigen Augenblicken hatte ich eine
schöne Grabplatte des vierzehnten Jahrhunderts aus rotem Heilbronner Sandstein
enthüllt. Auf dieser Platte lag, fast halb erhaben, ein vollkommen gerüsteter
Ritter, welchem aber der Kopf fehlte. Unter den Füßen dieses Mannes von Stein
stand folgendes, aber immer noch deutlich lesbares Distichon in großen römischen
Anfangsbuchstaben: VOX TACUIT PERIIT LUX. NOX RUIT ET RUIT UMBRAVIR CARET IN
TUBA QUO CARET EFFIGIES. (Auf Burg Reichenstein konnte man mir den Sinn dieser
Inschrift nicht erklären. Auf deutsch lautet der merkwürdige Text vermutlich so:
Die Stimme schweigt Das Licht verlöscht Die Nacht bricht herein Und der
Schattenmann erscheint Ihm fehlt die Trompete Wozu braucht er ein Schattenbild)
Von welcher Person sprachen diese, an Inhalt
traurigen, an Form barbarischen Verse? Durfte man dem zweiten Verse am Steine
glauben, so fehlte dem Gerippe unten so gut wie dem Bildnis oben der Kopf. Was
bedeuten die drei X, welche durch ihre besondere Größe so auffallend aus der
übrigen Schrift hervortraten? Indem ich die Platte aufmerksam betrachtete und
mit einer Handvoll Gras vollends reinigte, bemerkte ich um das Bild herum noch
andere fremdartige Zeichen. Es waren die drei X in dreifach verschiedener Form.
Weiteres habe ich nicht von dem geköpften, geheimnisvollen Ritter erfahren."
Möglicherweise bezieht sich die Inschrift der geheimnisvollen Grabplatte - sie
muss bald nach dem Besuch des Dichters verschwunden sein -, auf folgendes
Vorkommnis: Während des Interregnums - der kaiserlosen, der schrecklichen Zeit-,
verkam Burg Reichenstein zu einem Raubritternest. das im Jahre 1282 von Rudolf
von Habsburg ausgehungert wurde. Mit Ausnahme des Burgherren, Dietrich von
Hohenfels, der entkam, sollen alle seine Mannen vom deutschen König zur
Abschreckung an Bäumen aufgehängt worden sein. Soweit die geschichtliche
Überlieferung. Einer Sage zufolge soll Ritter Dietrich den König jedoch um ein
Gottesurteil gebeten haben: Von seinen neun Söhnen sollten alle die am Leben
bleiben, an denen der zuvor geköpfte Ritter vorbeigehen könne. König Rudolf ging
darauf ein. Der kopflose Raubritter schaffte es, an allen neun Söhnen
vorbeizuwanken, bevor er tot umfiel. Rudolf von Habsburg schenkte den Söhnen
daraufhin das Leben. Das Ganze soll sich an der unterhalb der Burg gelegenen
Clemenskapelle abgespielt haben.
Auch die Burgruine Ehrenfels, die wir kurz nach
Beginn unserer Fahrt auf Steuerbord erblickten, hat eine lange Geschichte. Sie
diente seit ihrer Fertigstellung im Jahre 1211 als Zollburg der Mainzer
Erzbischöfe und bewirkte eine große Verteuerung der auf und an dem Rhein
beförderten Güter. Wegen der hohen Bedeutung der Sperrfeste für die geldgierigen
Mainzer Kirchenfürsten wurde sie so ausgebaut, dass sie lange als uneinnehmbar
galt und als "Schatzkammer" der Mainzer Bischöfe diente. Erst den Franzosen
gelang es im Pfälzischen Erbfolgekrieg, diese Burg ebenso wie fast alle anderen
Rheinburgen zu zerstören. Über die Ruine schrieb KarI Simrock: "Der Felsen, in
dem die Burgruine wie ein Schwalbennest hängt, ist der Türpfosten des mächtigen
Burgtores, das sich der Rhein nach dem Schauplatz seiner männlichen Taten
gebrochen hat. Wenn irgendeine der alten Burgen in dem Uferfelsen des Rheintales
Wiederherstellung verdient, so wäre es diese; auch könnte es ohne großen Aufwand
geschehen, da die zierlich gekrönten Türme noch ganz wohl erhalten sind."
Sein Appell verhallte unterhört. Weil die
Deutschland derzeit regierenden Parteien zumeist nur dann das Geld ihrer
„Untertanen“ ausgeben, wenn es vermeintlich ihrer Wiederwahl nutzt und weil die
Pflege des Ererbten keine „Lobby“ hat, wird auch dieses Bauwerk wohl weiter
verfallen.
Unsere Fahrt endete in Kaub am Pfalzgrafenstein.
Der Pfalzgrafenstein bei Kaub ist neben der Marksburg die einzige unzerstört
gebliebene Rheinburg. Mit Hilfe dieser Burg sowie der gegenüber liegenden Burg
Gutenfels schröpften die Pfalzgrafen die Schiffer so arg , dass dies der Papst
Johannes XXII. im Jahre 1327 zum Anlass nahm, den deutschen Kaiser, Ludwig von
Bayern, zu bannen.
Beim mittels 71 Pontons erfolgten Rheinübergang der
Schlesischen Armee unter Blücher in der Neujahrsnacht 1813/1814 mit 50.000 Mann
und 15.000 Pferden diente der Pfalzgrafenstein sozusagen als Trittstein. Ohne
das Husarenstück des „Marschalls Vorwärts“ wäre die Geschichte wohl anders
verlaufen; wollten doch unsere „Alliierten“ den Franzosenkaiser unbehelligt über
den Rhein entkommen lassen! Durch Blücher wurde der Rhein wieder zu "Teutschlands
Strom und nicht zu Teutschlands Gränze", so wie es Ernst Moritz Arndt gefordert
hatte.
In der Mitte des Monats Oktober des Jahres 2003,-
unsere Vorfahren nannten diesen Monat Gilbhard -, fuhren Elmar und ich sowie ein
weiterer Wasserschutzpolizist nebst Lebensgefährtin von Rüdesheim bis Kaub.
Am "Roten Stein" sah man weiße Nebel im Tal der
Aar wallen. Wir befürchteten, dass auch am Rhein die Wetterlage ähnlich sein
könnte. Elmar wies darauf hin, dass Sportboote bei Nebel nicht auf dem Rhein
fahren dürfen. Zu unserer Freude war das Rheintal jedoch frei von Nebel.
Geplant war, die Fahrt erst an der Loreley zu
beenden, jedoch kenterten Elmar, Gunter und Barbara - seine Lebensgefährtin -
kurz hinter dem Pfalzgrafenstein mit ihrem Kanu und brauchten etwa einen
Kilometer, um an Land zu gelangen. Wie meist bei diesem Bootstyp lag der
Schwerpunkt der Insassen über der Wasseroberfläche. Dazu kam, dass deren
Körpergewicht zusammen ein Mehrfaches des Gewichtes des Bootes betrug. Auch ich
wäre beinahe havariert, weil ich, als ich im Binger Loch den Mäuseturm
fotografierte und anschließend die Kamera in der Trockentonne verstaute, nicht
auf die zahlreichen Bojen achtete und deshalb beinahe gegen eines dieser Dinger
gestoßen wäre. Die Strömungsgeschwindigkeit im Binger Loch beträgt etwa 10
Kilometer in der Stunde, so dass ein "Totalschaden" die Folge meiner
Unachtsamkeit hätte sein können.
Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anfuhren,
dass ich in den über 60 Jahren, in denen ich Gewässer befahre, mir angewöhnt
habe, lediglich auf das Ufer sowie auf Kiesbänke, Felsen und Bäume unter Wasser
und ähnliche natürliche Hindernisse zu achten. Bojen waren früher sehr selten
und sind es auf den meisten Strömen Europas immer noch. Ich glaube, dass es
mittlerweile nirgendwo so viele Bojen gibt, wie auf dem Mittelrhein. Wieder
einmal kam ich zu der Schlussfolgerung, dass die größten Gefahren in der Natur
meist vom Menschen ausgehen.
Übrigens ist die Bezeichnung ,,Mäusetunn"
Volksetymologie; entstanden aus seiner Funktion als "Mautturm". Es gibt
allerdings über diesen Turm und seinen Namen eine schöne Sage, die der
Lothringer Victor Hugo im Jahre 1840 wie folgt wiedergab: " In meiner
Kinderzeit hatte ich über meinem Bett ein kleines Bild in schwarzem Rahmen
hängen, das irgendeine deutsche Magd einmal mitgebracht hatte. Es stellte einen
alten, einsamen, bemoosten, verfallenen Turm dar, rings von einem schwarzen
Wasser umgeben, das ihn mit seinen Dünsten umhüllte, und von Bergen, die ihren
Schatten darüber warfen. Der Himmel über dem Turm war dunkel und düster bewölkt.
Nach dem Abendgebet, vor dem Einschlafen, habe ich immer dies Bild betrachtet.
Nachts erschien es mir im Traume, aber schrecklich verändert. Da wuchs der Turm
in die Höhe, das Wasser wallte, ein Blitz fuhr aus den Wolken, der Wind pfiff
von den Bergen und steigerte sich manchmal zum Geheul. Eines Tages fragte ich
die Magd, wie denn der Turm heiße. "Mäuseturm" , sagte sie und schlug ein Kreuz.
Und dann erzählte sie mir eine Geschichte. Vor Zeiten habe zu Mainz, ihrer
Heimat, ein böser Bischof, namens Hatto gelebt, der sei überaus geizig gewesen
und habe seine Hand lieber zum Segnen als zum Geben ausgestreckt. In einem bösen Jahr habe er alles Korn aufgekauft, um es
dem Volk für teures Geld wieder zu verkaufen, so habgierig sei dieser Priester
gewesen. Da sei die Hungersnot so groß geworden, dass sogar die Bauern Hungers
starben, in den Orten am Rhein. Da habe sich das Volk versammelt vor dem Palast
zu Mainz und weinend um Brot gebettelt, aber der Erzbischof habe es
abgeschlagen. Und hier nun wurde die Geschichte ganz schrecklich. Nämlich das
hungernde Volk zerstreute sich nicht sondern umringte immer nur seufzend den
erzbischöflichen Palast. Da ergrimmte Hatto, seine Häscher umzingelten das arme
Volk, sie packten Männer und Weiber, Kinder und Greise, sperrten sie in eine
große Scheune und legten Feuer daran. Das war, so sagte die Alte, gewiss ein
Schauspiel zum Steinerweichen. Aber Hatto lachte nur, und als die unglücklichen
Menschen in den Flammen drinnen vor Schmerzen schrien, da sagte er: Hört ihr
meine Mäuse pfeifen? Anderntags war die Scheune ein Aschenhaufen, in Mainz gab
es fast kein Volk mehr, die Stadt schien öd und leer, aber auf einmal erschienen
viele Ratten und Mäuse, sie kamen aus der Erde, ja sogar unter dem Pflaster
hervor, sie drangen durch die Mauerrisse, und wenn man sie zertrat oder mit
Steinen und Keulen erschlug, so vermehrten sie sich nur immer stärker,
schließlich überfluteten sie die Straßen, die Festung, den Palast, Zimmer, und
Speicher. Ganz bestürzt flüchtete Hatto aus der Stadt ins Freie, aber die Mäuse
folgten ihm. Er rettete sich in das hochummauerte Bingen, aber die Mäuse
kletterten über die Mauem nach Bingen hinein. Da ließ der Erzbischof mitten im
Rhein eiligst einen Turm bauen, zu Schiffe fuhr er dorthin, und sechs
Ruderknechte schlugen das Wasser. Aber die Mäuse und Ratten stürzten sich in den
Rhein, sie schwammen zu dem Turm, erkletterten ihn, zernagten Tore, Dächer,
Fenster, Dielen und Decken, sie drangen endlich in das innere Gemach, wo sich
der böse Erzbischof verborgen hielt und da fraßen sie ihn bei lebendigem Leibe
auf- Seitdem ruht der Fluch des Himmels und das Grauen der Menschen über dem
Turm, und seitdem heißt er Mäuseturm. Verlassen steht er mitten im Strom, er
verfällt zur Ruine, und nachts sieht man zuweilen rötlichen Dampf aufsteigen,
wie von einer Feueresse; das ist Hattos Seele, die da umgeht.“
Nachzutragen bleibt, dass wir gegen Mittag bei
herrlichem Sonnenschein auf dem Pfalzgrafenstein rasteten. Leider war die
"Pfalz" geschlossen, so dass ich den Gefährten nicht die sich im Burghof
befindende Schieferplatte zeigen konnte, in die eingeritzt das hübsche Gedicht
"Herzliebchen in der Pfalz" zu finden ist, das Heinrich Heine im Jahre 1824 dort
verfasste:
Bald danach setzten Wulff und ich die Fahrt fort
und fuhren bis zur Loreley; angeblich Hort des Schatzes der Nibelungen: "Der
Nibelungen Hort liegt in dem Lurenberge." Lure soll soviel wie Elfe heißen, was
wohl Clemens von Brentano veranlaßt hat, die Ballade "Zu Bacherach am Rheine
wohnt eine Zauberin" zu dichten; das Vorbild für Heines berühmtes Gedicht. "Ley"
bedeutet "Stein" und "Schiefer" und kommt in mehreren indogermanischen Sprachen
in dieser Bedeutung vor. So heißt Stein auf griechisch "laos". Auch das Wort
"Rhein" ist uralt. Im Sanskrit heißt "rina" soviel wie "rinnen" oder "fließen";
ebenso im griechischen (rei).
Wir beendeten unsere Fahrt in St. Goarshausen
unterhalb der Burg Katz.
Sie wurde 1371 von Graf Wilhelm von
Katzenelnbogen errichtet und erhielt den Namen "Neu-Katzenelnbogen". Der
ursprüngliche Name dieses kattischen, also hessischen Herrschergeschlechts
lautete "Cattimelibocus" und sollte zum Ausdruck bringen, dass der Besitz bis
zum Melibokus im Odenwald reichte.
Die Burg Katz war eine der wenigen
Rheinburgen, die zunächst der Vernichtungsorgie der Franzosen im Pfälzischen
Erbfolgekrieg widerstanden. Erst Napoleon vollendete 1806 das gallische
Zerstörungswerk Ludwigs des XIV.
1896 wurde die Burg unter preußischer
Verwaltung wieder aufgebaut. Gegenüber der Burg Katz liegt die gleichfalls von
den Grafen von Katzenelnbogen errichtete Burg Rheinfels - einst eine der
stärksten Festungen des Reiches und gleichfalls von unseren lieben Nachbarn, der
"Grande Nation", gesprengt. Am Fuße dieser Burg, in St. Goar, vertranken
Wolfgang und ich 1963 den Rest unserer Reisekasse. Anschließend demontierten wir
- "beschwingt" vom edlen Rheinwein - auf dem Weg durch das nächtliche St. Goar
zu unserem am Ufer vertäuten Boot ein Schild mit dem rheinland-pfälzischen
Wappen und der Aufschrift "Amtsgericht". Da wir unverzüglich nach der ruchlosen
Tat zu der nächsten unbewohnten Insel fuhren, um dort zu übernachten, fühlten
wir uns vor etwaigen Häschern sicher - so dachten wir. Am nächsten Morgen
dämmerte mir, dass meine bevorstehende Beschäftigung im
Bundeswirtschaftsministerium ein schnelles Ende fände, wenn meine Missetat
ruchbar würde. Also banden wir das Schild mittels zweier Schnüre unter dem Boot
fest, so dass - käme etwa die Wasserschutzpolizei - , wir die Schnüre hätten
kappen können und das Corpus delicti auf den Grund von Vater Rhein gesunken
wäre. Indessen, was schief gehen kann, geht schief: Wie anfangs erwähnt, mussten
wir unseren ramponierten Kahn etwa jede Stunde an Land umdrehen und
"entwässern". Als wir dies gegenüber Boppard zum ersten Mal nach unserem
nächtlichen Raub taten, sahen wir, dass ein Schiffer uns mit dem Fernglas
beobachtete. Zu meinem Entsetzen sah ich, dass an seinem Kahn als Herkunftsort
St. Goar verzeichnet war. Fortan drehten wir unser Boot stets so um, dass dessen
Boden nicht zu sehen war. Jedes Mal, wenn sich ein Boot der Wasserschutzpolizei
näherte, schlug mein Herz bis zum Hals. Ich ahnte damals noch nicht, dass ich
meine Pension dereinst vom Lande Rheinland-Pfalz erhalten würde.
Im Juli 2003 befuhren Ben, Elmar, Hans, Peter,
Willi und ich den Rhein vom badischen Goldscheuer, vor Straßburg gelegen, bis
Greffen bei Lichtenau auf der Höhe von Baden-Baden. Elmar, Hans und Peter sind
Hessen. Ben stammt aus Algerien und Willi aus Bayern. Willi ist im allgemeinen
die Abkürzung für Wilhelm; in Bayern jedoch, so lernte ich, für Willibald, was
soviel wie kühner Wilhelm bedeutet. Die gleiche Bedeutung haben das englische "bold",
das italienische "baldi" (Garibald)" und der Name des westgotischen
Herrschergeschlechts der Balten. Die Russen, Litauer, Esten und Letten, die
jetzt diesen schönen Namen für sich reklamieren, wissen zumeist wahrscheinlich ebensowenig wie die Engländer, die Lombarden, die Franzosen etc., dass sie sich
mit germanischen Stammesbezeichnungen schmücken.
Auch der Name des Ortes Lichtenau hat eine des
Erwähnens werte Geschichte. Die Geliebte Friedrich Wilhelms II., Tochter eines
preußischen Stabstrompeters, erhob der König in den Adelsstand, und zwar als
Gräfin von Lichtenau, nachdem sie ihm fünf Kinder geboren hatte. Sie entwarf das
romantische Lustschloß auf der Pfaueninsel.
Den Abend verbrachten wir in einem Gasthaus am
oder besser auf dem Rhein. Zu meiner Überraschung erzählte uns der Wirt, dass
die jungen Elsässer sich mehr als die alten Deutschland zuwenden - und von
Frankreich abwenden; und zwar, weil sie von den Franzosen nicht als gleichwertig
akzeptiert würden. Aus der Geschichte weiß man, dass alles im Fluss ist. Von
weitem homogen wirkende Vielvölkerstaaten wie die ehemalige Sowjetunion oder
Jugoslawien sind ebenso zerfallen wie das alte Österreich. Auch Frankreich ist
ein Vielvölkerstaat! Die an der Sorbonne Studierenden waren im XV. Jahrhundert
in Landsmannschaften zusammengefasst - ähnlich wie in Prag, dem Sitz der ersten
deutschen Universität. Wie es heißt, schlossen sich die Studenten aus der
Normandie und Picardie mit Deutschen und Engländern zusammen; die Studenten aus
Burgund und Toulouse vereinten sich mit Italienern!
Obwohl - abgesehen von Elmar -, noch keiner der
anderen ein Faltboot zusammengebaut hatte, bewerkstelligten sie dies mit
erstaunlicher Geschwindigkeit. Die Deutschen waren nicht nur das Volk der
Dichter und Denker, sondern auch und, wie es scheint, vor allem, das Volk der
Tüftler und Techniker.
Als wir in die Straßburger Schleuse einfahren
wollten, vertrieb uns der Schleusenwärter mittels Sirenengeheul! An Schleusen in
Deutschland, Österreich und der Schweiz war uns das bisher nicht widerfahren. Im
deutschen Sprachraum, zu dem Elsaß rund 2000 Jahre lang ja auch gehörte, sind an
den großen Schleusen Hinweise und Hilfen für Sportbootfahrer vorhanden. An allen
drei französischen Schleusen, die wir bei dieser Fahrt kennenlernten, fehlten
solche Hinweise und Hilfen, was das Befahren des von den Franzosen vereinnahmten
Teils des Rheins mit Sportbooten für Ältere und Frauen nahezu unmöglich macht.
An der zweiten Schleuse, bei Gambsheim
gelegen,hatten wir zum Glück die Möglichkeit, diese zu umfahren und zwar sowohl
auf elsässischer Seite, dort mündet die Ill- nach ihr hat das Elsaß seinen Namen
(Elsässer = Sassen an der Ill ) -, als auch auf badischer Seite. Wir entschieden
uns für die badische Seite, was richtig war. Dort erwartete uns ein
schnellfließender Bach mit klarem Wasser und einer Slalomstrecke für Kanuten -
der Höhepunkt unserer Fahrt.
Am 14. August 2004 setzten Hans, Willibald und
ich bei Flusskilometer 321 die Fahrt fort, die uns im Vorjahr bis Grefern
geführt hatte. Es regnete seit den frühen Morgenstunden, so dass Willibald
beschloss, uns im PKW zu begleiten. Hans foppte mich, indem er behauptete, bis
zur Schleuse Iffezheim seien es nur drei Kilometer. Als nach neun Kilometern
immer noch keine Schleuse zu sehen war, meinte er, dass je drei Kilometer auf
Willibald, ihn und mich entfielen.
Zum Glück mussten wir die Boote an der
Schleuse nicht umtragen sondern konnten sie auf der elsässischen Moder umfahren.
Es war die letzte Schleuse auf dem Rhein, so dass wir danach bei einer steifen achterlichen Brise und rasch zunehmender Strömung flott vorankamen. Hans und ich
haben nicht nur steife Oberlippen, sondern auch ebensolche Hälse, so dass uns
das Drehen des Kopfes Mühe macht. Wohl deshalb sahen wir nicht, dass ein
Kieskahn ein anderes Motorschiff auf Steuerbord, wo wir uns befanden, überholen
wollte. Zum Glück hörte Hans die Hupe des Kieskahns und warnte mich, indem er
"Warschau'" rief. Seitdem er das Patent zum Hochseesegeln erworben hat,
befleißigt sich Hans zu meiner Freude einer seemännischen Ausdrucksweise. Wohl
auch deshalb erzählte ich am Abend, dass Überlebende des von den Briten im
Winter 1943 im Nordatlantik versenkten Schlachtschiffes Scharnhorst die Frage
bewegt, ob tatsächlich einer von den über 1000 Matrosen vor dem "Absaufen"
gesungen habe: "Auf einem Seemannsgrab blüh' n keine roten Rosen" Auch soll
keiner dem Tode Geweihten gejammert oder geschrieen haben.
Wir waren im Hafen Maxau an Land gegangen und
übernachteten in dem hübschen badischen Ort Knielingen. Besonders gefiel uns die
evangelische Kirche nebst eindrucksvollem Kriegerdenkmal aus der Zeit zwischen
den Kriegen. Am nächsten Tag schien die Sonne; gleichwohl waren wir wie am
Vortage fast die einzigen, die mit Muskelkraft den Rhein befuhren. Zeitweise war
es auf dem gewaltigen Strom so einsam wie einst auf der Weichsel.
Unsere Fahrt
endete nach insgesamt 80 Flusskilometern in Speyer, dem Noviomagus der Römer.
Schon von weitem sahen wir den gewaltigen Dom: einst der größte der
Christenheit. Kaiser Konrad II. begann mit seinem Bau im Jahre 1030. Außer ihm
sind hier sieben deutsche Kaiser begraben; darunter auch Adolf von Nassau, der
einzige Hesse, der die Kaiserwürde erlangt hat.
Unter Konrad II., "allzeit Mehrer des Reiches",
befand sich Deutschland auf dem Höhepunkt seiner Macht. Dante schrieb: "Das
Imperium Germanorum ist universales Reich des christlichen Abendlandes und
darüber hinaus der Welt, soweit sie der Gewalt des Kaisers unterworfen ist.“
Im
"Sachsenspiegel'" heißt es: "Tzwei swert liet got in ertriche zu beschirmen die
Kristenheit. Deme Parese ist gesatzt daz geistliche, deme Kaisere das werliche."
Der Dom zu Speyer soll die Herrschaft dieser zwei Schwerter - des kaiserlichen
und des päpstlichen Schwertes -, über das Abendland versinnbildlichen.
1689
wurde der Dom - das Sinnbild des Heiligen Reiches der Deutschen -, auf Geheiß
Ludwigs XIV. zerstört; die Gräber wurden geplündert und die Gebeine der Kaiser
und ihrer Frauen umhergestreut. Brûlez et écrasez le Palatinat - verbrennt und
vernichtet die Pfalz, so lautete sein Befehl.
Zum Abschluss besichtigten wir das Historische
Museum der Pfalz. Dort befindet sich u. a. der älteste je auf deutschem Boden
erzeugte Wein. Er befindet sich in einer Flasche aus der Römerzeit. Im dritten
nachchristlichen Jahrhundert wurde die Flasche mit Öl verschlossen, das zu Harz
wurde und so das Verdunsten des Weines verhinderte.
Nach dem Besuch des Museums
diskutierten wir die Frage, welchen Nutzen die Kenntnis der Vergangenheit hat.
Cicero sagte in diesem Zusammenhang: "Nicht zu wissen, was geschehen ist, bevor
man geboren wurde, bedeutet, immer ein Kind zu bleiben". (Nescire quid ante quem
natus sis acciderit, id est semper esse puerum). Noch gefährlicher als
Nichtwissen kann es sein, wenn die Besiegten die von den Siegern geschriebene
Geschichte übernehmen, wie es die jetzige Bundesregierung leider tut. Professor
Hoggan, Historiker aus den Vereinigten Staaten von Amerika urteilt: „Die
Deutschen fallen auf jeden Schwindel herein. Bezüglich Geschichte und Politik
sind sie deshalb das weltweit dümmste Volk.“
Am 20. August 2005 trafen wir uns am "Roten
Stein", um die Fahrt fortzusetzen, die uns im Vorjahr bis Speyer, dem Noviomagus
der Kelten und Römer, geführt hatte. Ziel war das 112 Kilometer entfernte
Eltville.
An der Fahrt nahmen Teil: Hans und Willibald im
Zweier, sowie Elmar, Hermann und Peter im Kanu. Wegen der hinter Iffezheim
einsetzenden Strömung - die Deutschen haben den Rhein nicht wie die Franzosen
durch Schleusen zu einem z.T. stehenden Gewässer gemacht -, kamen wir am ersten
Tag bis zu dem 65 Kilometer entfernten Gernsheim.
Zwischen Speyer und Gernsheim liegt die BASF,
die Badische Anilin- und Sodafabrik, der Welt größter Chemiekonzern, so dass wir
über eine lange Strecke durch eine zwar beeindruckende, aber hässliche
Industrielandschaft fahren mussten.
Das auf oder nahe den Resten eines römischen
Kastells gegründete Gernsheim wurde 852 zum erstenmal urkundlich erwähnt, und
zwar von Kaiser Ludwig dem Deutschen im Codex Laureshamensis. Auch
Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen spricht von seinem Könighof (Villa indominicata) zu Gernsheim. Im Jahre 1356 erteilte Kaiser Karl IV. der dem
Erzbischof Gerlach von Mainz gehörenden "Villa Gernsheim" Stadtrechte. Den
Bürgern wurden, wie aus dem beigefügten Text ersichtlich, die gleichen "sieben
Freiheiten" wie denen in Frankfurt am Main zugesprochen.
Die vor dem
Dreißigjährigen Krieg 1200 Einwohner zählende Stadt wurde im Pfälzischen
Erbfolgekrieg von den Franzosen eingeäschert. Wie üblich war es General Mélac,
der 1689 den Befehl zur Vernichtung Gernsheims erteilte.
Im dortigen Hotel Rheingold, wo wir
übernachteten, weil es am Bootshafen von Gernsheim lag, stellte sich heraus,
dass erhebliche Meinungsunterschiede hinsichtlich der Lösung der unser Vaterland
belastenden wirtschaftlichen Probleme bestanden, obwohl IWF, OECD,
EU-Kommission, der Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der "Spiegel", die "FAZ" etc. in Diagnose
und Therapie übereinstimmen! Der eine vertrat die Auffassung, dass die
Gewerkschaften, der Flächentarifvertrag, die Mitbestimmung und der
Kündigungsschutz keineswegs ursächlich für die Massenarbeitslosigkeit seien; der
andere meinte, dass die Politik und das Kapital sich gegen die Arbeitnehmer
verbündet hätten und dass das knappe Gut Arbeit vom Staat -nicht vom Markt!-
unter Berücksichtigung des Familienstandes "gerecht" verteilt werden müsste.
Alexis de Toqueville schrieb bereits vor knapp
200 Jahren: "Die Übel, die die Freiheit manchmal herbeiführt, treten sofort ein;
sie sind allen sichtbar und alle spüren sie mehr oder weniger. Die Übel, die das
Übermaß an Gleichheit verursachen kann, zeigen sich nur nach und nach; sie
dringen allmählich in den Gesellschaftskörper ein; man sieht sie nur hin und
wieder, und zu dem Zeitpunkt, da sie am heftigsten werden, fühlt man sie aus
Gewöhnung nicht mehr.“
Es wurde deutlich, dass die
wirtschaftspolitischen Ansichten vieler, vielleicht sogar der meisten Deutschen,
immer noch denen ähneln, die Caesar im "bello Gallico" den Germanen zuschreibt:
"Auch hat niemand bei ihnen ein bestimmtes Stück
Land oder Grundbesitz, Jeweils für ein Jahr weisen die Stammesleitung und die
führenden Männer den Sippen, Großfamilien und anderen Genossenschaften ein Stück
Land zu. Für dieses Verfahren führen sie viele Gründe an: Ihre Stammesgenossen
sollen keinen Gefallen an der Sesshaftigkeit finden und dadurch ihre
kriegerische Neigung zugunsten des Ackerbaues aufgeben. Auch die Geldgier soll
dadurch im Keim erstickt werden, weil sie die Entstehung gegnerischer 'Parteien
und Streit begünstigt. Schließlich wollen sie die Zufriedenheit der Unteren
dadurch erhalten, dass jeder sieht, dass seine Mittel genauso groß sind wie die
der Mächtigsten. "
In diesem Zusammenhang ist von Interesse, dass
die Mehrzahl der Westdeutschen findet, der Sozialismus sei "eine gute Idee, die
bislang nur schlecht ausgeführt" worden sei.
Unser Hotel hieß nicht ohne Grund ,,Rheingold" : Dort, wo
wir "vor Anker" gingen, am "Schwarzen Ort", bei Stromkilometer 463, hatten schon
die Römer einen Ankerplatz. Hagen von Tronje soll hier und zwar an einem Ort
namens Lochheim, dessen Lage nicht genau bekannt ist, aber dicht bei Gernsheim
gelegen haben soll, den Nibelungenschatz versenkt haben, wie im Nibelungenlied
beschrieben ist. Unterhalb des "Schwarzen Ortes" wurde früher aus dem Rheinsand
Gold gewaschen!
Am folgenden Tag fuhren wir am Hessischen Ried
und Kühkopf vorbei und begegneten neben zahlreichen Sandbänken u.a. dem größten
Fisch, den wir je im Rhein gesehen haben, er maß knapp zwei Meter - allerdings
war er tot.
Dann wurden wir das Opfer von Murphys Gesetz:
"Was schiefgehen kann, das geht auch schief'. Wir verloren das Blatt eines
Paddels. Hans' Doppelpaddel wurde daraufhin zum Stechpaddel umfunktioniert, so
dass die Kanuten wieder drei Stechpaddel hatten.
Bald sahen wir die beiden Mainzer Dome nebst
Stefanskirche und passierten den Beginn der Main-Donau-Wasserstraße.
Vor dem Biebricher Schloß liegt die Villa, in der
Wagner 1862 eine Zweizimmer-Wohnung gemietet hatte, um die „Meistersinger“ zu
vollenden. Dazu kam es aber nicht. Die Dogge Leo, sie gehörte dem Eigentümer der
Villa, biss Wagner in den Daumen, so dass er die Arbeit an den “Meistersingern“
für einige Zeit unterbrechen musste. Daraufhin stellte sein Mainzer Verleger,
Franz Schott, die Zahlungen an den Komponisten ein. Weil Wagner nunmehr seine
Miete nicht mehr zahlen konnte, kündigte der Vermieter dem Wagner, zumal sich
dieser ständig mit o.g. Hundehalter über den richtigen Umgang mit Hunden
gestritten haben soll. So verließ Wagner den Rheingau nach neunmonatigem
Aufenthalt und vollendete die Oper am Vierwaldstätter See - alles wegen der
dummen Dogge.
Wie geplant, beendeten wir unsere Fahrt in Eltville bei Stromkilometer 511.
Unseren Abschlusstrunk nahmen wir im Gasthaus "Zur Krone" ein. Bei
Stromkilometer 511 begann im Jahre 1994 eine
Fahrt, die Hans und Willi bis zu niederländischen Grenze führte.
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